Führungsschuhe für Aufzugsrollen sind ein entscheidender Bestandteil des Aufzugsführungsschienensystems und werden hauptsächlich dazu verwendet, die Aufzugskabine und das Gegengewicht entlang der Führungsschienen zu führen, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten und gleichzeitig Reibung und Vibrationen zu reduzieren.
1. Funktionen von Aufzugsrollenführungsschuhen
Anleitung und stabiler Betrieb
Präzise Positionierung: Die Gummi- oder Polyurethanrollen der Rollenführungsschuhe haften eng an den Seiten der Führungsschienen, sorgen für eine vertikale Bewegung der Kabine/des Gegengewichts entlang der Schienen und verhindern seitliche Abweichungen oder Schwankungen.
Offset-Lastwiderstand: Wenn der Aufzug ungleichmäßig belastet ist (z. B. wenn sich die Passagiere auf einer Seite konzentrieren), passen sich die Rollenführungsschuhe der Druckverteilung an und sorgen für die Betriebsstabilität.
Stoß- und Geräuschreduzierung
Vibrationsabsorption: Die Elastizität der Gummibeschichtung absorbiert Stöße von unebenen Führungsschienen und Schienenverbindungen, reduziert die Vibrationen des Fahrzeugs und verbessert den Fahrkomfort (Geräusch wird im Vergleich zu herkömmlichen Gleitführungsschuhen um über 50 % reduziert).
Leises Design: Rollreibung ersetzt Gleitreibung, wodurch metallische Reibungsgeräusche erheblich reduziert werden, sodass es für lärmempfindliche Umgebungen wie Luxusresidenzen und Krankenhäuser geeignet ist.
Reduzierte Reibung und Energieverbrauch
Vorteil der Rollreibung: Der Reibungskoeffizient von Rollenführungsschuhen beträgt nur 1/10 des von Gleitführungsschuhen, wodurch die Belastung des Aufzugsantriebsmotors reduziert und der Energieverbrauch um etwa 5–15 % gesenkt wird.
Schmierfreie Wartung: Herkömmliche Gleitführungsschuhe erfordern eine regelmäßige Schmierung, während Rollenführungsschuhe auf den selbstschmierenden Eigenschaften von Gummi/Polyurethan basieren, wodurch die Wartungskosten gesenkt werden.
Längere Lebensdauer der Führungsschiene
Schutz der Führungsschienenoberfläche: Die Härte von Gummi- oder Polyurethanrollen (typischerweise 70–90 Shore A) ist geringer als die von Metallschienen und verhindert so Verschleiß und Kratzer.
Adaptiver Führungsschienenfehler: Kleinere Abweichungen oder Verformungen bei der Installation der Führungsschiene (z. B. Geradheit innerhalb von ±3 mm) können toleriert werden, wodurch die strengen Anforderungen an die Genauigkeit der Führungsschiene reduziert werden.
Geeignet für Hochgeschwindigkeitsaufzüge
Hochgeschwindigkeit Stabilität: Rollenführungsschuhe gehören zur Standardausrüstung für Hochgeschwindigkeitsaufzüge (>2,5 m/s). Ihre geringe Reibung und Vibrationsfestigkeit sorgen für eine sanfte und ruckelfreie Beschleunigung und Verzögerung der Aufzugskabine. Temperaturbeständigkeit: Hochwertige Polyurethanwalzen können in einer Umgebung von -30℃~80℃ betrieben werden, wodurch Materialversagen durch extreme Temperaturen vermieden wird.
2. Häufige Probleme von Führungsschuhen für Aufzugsrollen
Ungewöhnlicher Rollenverschleiß
- Einseitiger Verschleiß (starker einseitiger Verschleiß)
Phänomen: Eine Seite der Walze verschleißt deutlich schneller als die andere, was mit einem Wackeln des Fahrzeugs einhergehen kann.
Ursachen:
Die Führungsschiene ist nicht senkrecht eingebaut oder verdreht (z. B. Lotabweichung >1mm/m).
Der Fahrkorbrahmen ist verformt oder die Führungsschuhhalterung ist ungleichmäßig beansprucht.
Der Druck der Rollenfeder ist falsch eingestellt (übermäßiger Druck auf einer Seite).
Lösung:
Verwenden Sie ein Laser-Ausrichtungswerkzeug, um die Vertikalität der Führungsschiene zu überprüfen und anzupassen.
Richten Sie den Fahrzeugrahmen neu aus oder ersetzen Sie die verformte Halterung.
Stellen Sie den Federdruck neu ein, um eine gleichmäßige Belastung aller Rollen sicherzustellen.
- Übermäßiger Rillenverschleiß
Phänomen: Die Rillentiefe auf der Walzenkontaktfläche überschreitet 3 mm (die Standardrillentiefe für eine neue Walze beträgt etwa 1–2 mm).
Ursachen:
Auf der Führungsschienenoberfläche befinden sich harte Verunreinigungen wie Sand und Metallspäne.
Das Rollenmaterial ist nicht ausreichend hart (z. B. minderwertiges Polyurethan).
Der Aufzug arbeitet mit einer übermäßig hohen Frequenz (z. B. fährt der Aufzug eines Einkaufszentrums mehr als tausend Mal am Tag). Lösung:
Führungsschienen reinigen und Führungsöl auftragen (nur bei Gleitführungsschuhschienen; Rollenführungsschuhschienen sollten trocken gehalten werden).
Ersetzen Sie Rollen mit hoher Härte (z. B. Polyurethanräder mit einer Shore-A-Härte von 90A).
Verkürzen Sie bei Aufzügen mit hoher Nutzung den Inspektionszyklus (alle drei Monate).
Gummi-/Polyurethan-Materialfehler
- Risse oder Verhärtung der Oberfläche
Symptom: Risse auf der Walzenoberfläche, Elastizitätsverlust und ein „knarrendes“ Geräusch während des Betriebs.
Ursachen:
Längere UV-Belastung (z. B. in Glasschachtaufzügen).
Ozon oder chemische Korrosion (Schmier- oder Reinigungsmittel tritt aus dem Maschinenraum aus).
Natürliche Alterung des Materials (normalerweise 5-8 Jahre).
Lösung:
Durch UV-beständiges Material (z. B. EPDM-Gummi) ersetzen.
Vermeiden Sie zur Reinigung benzol- oder ketonhaltige Lösungsmittel.
Überprüfen Sie regelmäßig und ersetzen Sie alle alternden Walzen (vermeiden Sie eine Vermischung von alten und neuen).
- Gummidelaminierung
Symptom: Die äußere Gummischicht der Rolle löst sich vom Metallradkern. Ursache:
Fehlerhafter Klebeprozess (z. B. Kleber entspricht nicht den ISO 813-Standards).
Überlasteter Betrieb führt zu übermäßiger Scherbeanspruchung der Gummischicht.
Lösung:
Wählen Sie einteilig gegossene Polyurethan-Rollen (ohne Klebeschnittstelle).
Überprüfen Sie die Genauigkeit des Aufzuglastsensors.
Probleme der mechanischen Struktur
- Lagerfresser oder ungewöhnliche Geräusche
Symptom: Die Walze dreht sich schwergängig, begleitet von einem metallischen Schleifgeräusch.
Ursache:
Versagen der Dichtung, wodurch Staub eindringen kann (üblich bei Baustellenaufzügen).
Austrocknen oder Verunreinigung des Fettes (z. B. Vermischung mit Zementpulver).
Lösung:
Verwenden Sie Lager mit Schutzart IP54.
Reinigen Sie die Lager jährlich und füllen Sie sie mit Hochtemperaturfett auf Lithiumbasis auf.
- Federausfall
Symptom: Unzureichender oder zu hoher Anpressdruck zwischen Rolle und Führungsschiene.
Ursache:
Frühlingsrost (feuchte Umgebung).
Ermüdungsverformung (über 100.000 Kompressionszyklen).
Lösung:
Ersetzen Sie die Feder durch Edelstahl. Verwenden Sie ein Manometer, um die Federkraft zu überprüfen (der Standardwert liegt normalerweise bei 150–200 N/Rad).
3. Tägliche Inspektion und Wartung
| Wartungsartikel | Inspektionsinhalt | Standards/Anforderungen | Abhilfe |
| Inspektion des Aussehens der Walzen | Oberflächenrisse, Abblättern, Verformung, Rillenverschleißtiefe | Verschleiß ≤ 3 mm, keine sichtbaren Risse | Bei Überschreitung des Standards ist ein Austausch erforderlich. Kleinere Risse können vorübergehend genutzt werden, das Inspektionsintervall sollte jedoch verkürzt werden. |
| Rotationsflexibilität | Drehen Sie die Walze manuell, um zu prüfen, ob sie festsitzt oder ungewöhnliche Geräusche verursacht. | Sanfte Rotation, keine metallische Reibung. | Die Lagerbindung erfordert eine Reinigung und Schmierung. Starke ungewöhnliche Geräusche erfordern einen Austausch des Lagers oder der Rolle. |
| Federdruck | Überprüfen Sie die Feder auf Rost, Verformung und gleichmäßigen Druck. | Druck 150–200 N/Rolle, keine plastische Verformung. | Ungleichmäßiger Druck erfordert eine Anpassung; Rost oder Verformung erfordern einen Federaustausch. |
| Führungsschienenkontakt | Vollständiger Kontakt zwischen Rolle und Führungsschiene und ungleichmäßiger Verschleiß. | Gleichmäßige Kontaktfläche, kein einseitiger Verschleiß. | Wenn ungleichmäßiger Verschleiß auftritt, überprüfen Sie die Vertikalität der Führungsschiene oder die Verformung des Fahrzeugrahmens. |
| Schraubendichtheit | Überprüfen Sie die Führungsschuhhalterung und die Achsbefestigungsschrauben auf Lockerheit. | Das Drehmoment sollte den Herstellerangaben entsprechen (z. B. 30-50 Nm). | Ziehen Sie die Schrauben wieder fest und markieren Sie sie, um ein Lösen zu verhindern. |
